weltbild plus

Sonntag, 9. Oktober 2005

keine fussballmannschaft

wie es aussieht, bleibt es bei zwei beiträgen für das projekt, da werden frau bell, die mir beim layout helfen will, und ich uns was überlegen müssen mit dem vorhandenen und mit bildern aus dem netz. aber ok. daran wird's nicht scheitern.

Donnerstag, 6. Oktober 2005

es klappt!

ich glaub es fast noch nicht: zwei haben sich getraut! meine herren, sie sind fantastisch!

Dienstag, 4. Oktober 2005

männer, jetzt heißt's mutig sein

lesen sie mal den vorangegangenen beitrag. da war ich sehr in rage, wie sie leicht erkennen können. nun möchte ich mir im interesse meiner nerven durch aktivität erleichterung verschaffen und, da ich mir inseratenplatz in der tageszeitung nicht leisten kann, einen flyer herstellen, um dieser saublöden werbung was entgegenhalten zu können. dazu benötige ich, wie sie sich schon denken können, fotos von ihrem oder ihres besten freundes genital.

zum procedere: die bilder werden als serie layoutiert, in 4c farbkopiert und in wien verteilt. wenn ich's schaffe, gibts dazu ein infoblog. anonymität ist selbstverständlich, wem die g-teile gehören, ist mir egal. wichtig ist vielmehr, dass alles möglichst medizinisch daherkommt, also keine erotische fotografie, kein porno, überhaupt keine anderen personen dabei, sondern straigt frontal nudity in möglichst guter auflösung - 300 dpi wäre ideal. bildausschnitt etwa vom nabel bis zur mitte der oberschenkel. bilder in an aroused state sind unbrauchbar. es geht hier nicht um sex!

ich kann ihnen hier nur versprechen, dass sie nicht verarscht werden und die bilder, wenn sie wert darauf legen, nirgendwo sonst veröffentlicht werden. hier soll der flyer aber schon als download reingestellt werden. sie können mich unter gingerbox75/at/yahoo.com erreichen, alle möglichen fragen zum thema stellen und, natürlich, bilder einschicken. auch für links bin ich dankbar. insgesamt brauche ich elf bilder, die krieg' ich nur auf diesem weg.

schräge aktion, ich weiß. trotzdem!

Montag, 3. Oktober 2005

spam

samstagszeitung, ahnungslos aufgeschlagen und dann ausgerechnet, aber sehr zielgruppenspezifisch über alle vier seiten des kulturteils eine galerie von titten, samt und sonders mit namen und datum der letzten untersuchung versehen, denn es sollte für brustkrebsvorsorge geworben werden, ein tittenpaar nur mit dem datum der operation, still to come, denn hier wird nicht vernarbtes gewebe gezeigt, keine solobrust, kein makel, nichts, nur die blanke (ha!) manipulation, denn: you never know, mädel, deine brüste mögen gesund aussehen, das heißt noch lange nicht, dass sie es sind, schau genau hin, man sieht nichts, geh lieber zum onkel doktor, der sagt dir, was sache ist, und schneidet dann!

und abgesehen von der bodenlosen frechheit, dass man sich als frau auch noch die eigene gesundheitsvorsorge qua zur-schau-stellung des weiblichen körpers eintrichtern lassen muss, und ganz, ganz abgesehen davon, was gerade beim thema brustkrebs gepfuscht und manipuliert wird und angst gemacht wird einfach fürs scheißgeld der scheißgynäkologen, will ich jetzt sofort in der nächsten ausgabe der zeitung eine galerie von schwänzen sehen, die für prostatavorsorgeuntersuchungen werben! oder für schuhe. oder für gottverdammtes klopapier, mir egal. für alles eben, wofür die weiber ihre titten und ärsche hinhalten, will ich hawerer sehen, und zwar ohne auch nur den anflug einer klischierten sogenannten schwulen ästhetik! ein einziges mal will ich die ganze heteroscheiße umgedreht sehen! das ist 70er-jahre-feminismus? wissen sie was: fuck you!

Dienstag, 20. September 2005

was willstn mal werden?

tristesse – eine endlich auch mal realistische berufsidee – entstand mit schwesterchen und herrn j., ihrem großen bruder im geiste, als wir durch den kalten und halbleeren wurschtelprater wanderten und bei jeder zweiten szene wie trist! ausrufen mussten. hört sich dann ungefähr so an (bitte schön downtempo lesen):

neugierige freundin: was machstn gerade?
tristesse: ein praktikum... als tristesse.
nf: und wo?
t: in bratislava.
nf: und, machts spaß?
t: naja...
nf: und was machst du da so?
t: hm. keine ahnung... mir egal.

oder so:

dicker ältlicher mann, euphorisiert: ah, junge frau, auf sie haben wir gewartet!
t: ja... eh. waaß eh.
däm,e: was machen wir heute?
t: wurscht...
däm,e: wie lange können sie bleiben?
t: zu lange wahrscheinlich. trottel.

Sonntag, 11. September 2005

geister

peter-granser_alzheimer-2

peter granser wurde für seine fotografien von alzheimer-patientInnen beim world press photo award mit einer lobenden erwähnung ausgezeichnet. der bildband ist beim kehrer verlag erschienen.

Donnerstag, 8. September 2005

nachtsucht und -seligkeit

Nationale Kommission für die Rationalisierung der spanischen Tageseinteilung und ihre Angleichung an die der andern Länder Europas

Dienstag, 30. August 2005

peter növer muss dran glauben

peter növer, du musst jetzt daran glauben, weil mir gleich der kopf platzt und das letzte, was ich hören muss, dein geschwurbel über deine neue ausstellung ist. denn was, növer, ist ein comic, hä? was ist das? ich sag's dir: ein comic ist eine erzählende bildfolge. erzählend! folge!! das heißt: mehrere! das heißt, es ist sinnlos, einzelbilder auszustellen, wie du, növer, das jetzt im mak machst. sinn-los! verstanden?

und überhaupt: was soll das heißen, trashkultur? was issen trash? oder wer überhaupt? und warum machst du sowas? wer soll sich eine ausstellung mit so einem promo-text ansehen? erobern zunehmend kultstatus, du lieber gott! ist das was für zeichenlehrer, die endlich wissen wollen, was ihre kinderchens unter der schulbank lesen? oder für eltern? oder für filmtheoretiker (herr b., das geht nicht gegen sie, sie kennen sich ja aus, mit film und mit mangas auch.)? oder so? oder wie? oder was? wissen sie denn selber noch, was sie tun?

Sonntag, 28. August 2005

stupor mundi. das staunen der welt

himmel_sw

ich bin noch gar nicht richtig wieder da und kann noch gar nicht richtig meine geschichten erzählen. weiß noch gar nicht, wo ich anfangen soll und welcher ton jetzt herauskommt. war gar nicht so schlecht, eine woche vom computer weg zu sein, und hab es doch zum schluss schon vermisst. hab nicht einmal viel notiert, nur:

das make-up der mädchen hat sicher zwei stunden gedauert. jetzt sitzen sie in einem garten vor einer garage. der stolz der verlobten. die vielen hautfarben, haarfarben, größen der leute. die enge. das elend der rigiden moral. 12 kinder. eine arme gegend, zu geld gekommen. der IC hat drei waggons, zwei davon laut aufschrift „1. klasse“, aber das stimmt natürlich nicht. das nervöse herumzappeln der burschen, der hormonstau. das zimmer-suchen in bari. der hilfsbereite portier. die polen. die busfahrer. das lächeln, das nicht anzüglich ist. die sonne, die sonne, die sonne! das meer, das meer, das meer! wie gut ich reisen kann, das macht mich stolz und sicher. dass ich mir nicht das teure zimmer habe andrehen lassen. die kinder, die mopeds, der krach. feigen essen. es riecht nach hausbrand und staub, nach süßem brot und zweitakt-motoren. süden. soviel zeit haben, den sex. fantasien nachzuhängen, dass sogar die fad werden. friedrich II. das kastell in bari, schlucken müssen. glücklich sein. aloe wächst wie unkraut neben den gleisen. der verdammte rucksack. die hilfsbereitschaft der leute. die alten sitzen hinter der tür im kühlen vorhaus oder auf der straße. der partido communista mit dem katholischen plakat in der auslage. höre ich nitschewo? russen hier? ich stinke. die hose ist dreckig. karten schreiben. keine obdachlosen. eis. sonne. glücklich.

Mittwoch, 17. August 2005

ghost in the shell 2 kommt!

ghost_in_the_shell_front

es ist die teuerste cd, die ich habe: den soundtrack von ghost in the shell 1 habe ich mir in einem anfall von was-kost-die-welt aus japan importieren lassen, weil er anders nicht zu kriegen war. darauf ist ein einziger guter track, der titeltrack, aber trotzdem denke ich noch immer, dass es das absolut wert war: trommeln, ein chor, lange ausgehaltene töne, fast wie geschrei, der rhythmus gerade langsamer als der herzschlag, einfach fantastisch. ebenso langsam waren die bilder, lange fahrten über die verregnete stadt, kusanagis tauchgang, der finale kampf, in dem sie sich selbst zerstört, das war alles ebenso elegisch und hach. wenn mich jemand fragt, welche filme ich mag, dann weiß ich selten eine antwort, weil mir vieles gefällt und ich an allem was auszusetzen habe, aber ghost in the shell - den empfehle ich immer.

die geschichte mag ich jetzt nicht im detail erzählen, auch weil sowieso niemand sie kapiert, wenn er oder sie den film das erste mal sieht. genügen muss, dass major kusanagi, cyborg-polizistin, eine verschwörung in regierungskreisen aufdeckt und mit einer künstlichen intelligenz konfrontiert wird, die selbstbewußtsein erlangt hat und um politisches asyl ansucht.

und jetzt kommt also der zweite teil. beim fantasy-film-festival in deutschland läuft er schon, innocence heißt er und scheint sehr viel weniger interessant zu sein: eine künstliche frau ermordet ihren freier oder besitzer oder wie man da sagen muss, und diesmal ist es kusanagis kollege batou, der den fall lösen muss. abgesehen davon, dass mir der plot ein wenig abgeschmackt und billig vorkommt und sehr viel mehr als teil 1 den voyeurismus der kleinen buben bedient, scheint auch die geschichte mit der puppe, die außer kontrolle gerät, nicht so spannend. da ist das andere also wieder ausgelagert, ein fremdes, unheimliches wesen - im ersten teil war kusanagi noch im innersten zerrissen, weil sie wusste, dass sie selber künstlich ist und trotzdem denken und fühlen konnte. (das bedeutet jetzt sicher auch was, dass die geschichte so fortgesetzt wird. man schreibe mir eine diplomarbeit, damit ich es verstehe!)

wie gesagt, kusanagi hat sich schließlich selbst zerstört. wie es jetzt weitergeht, sehe ich mir an, sobald ich kann. ich rate jedenfalls dringend, in der zwischenzeit teil eins zu kaufen und sich mit dem videobeamer reinzuziehen. dreimal hintereinander mindestens.

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