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    <title>liquid center (fließende inhalte in starren formen) : Rubrik:weltbild plus</title>
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    <description>fließende inhalte in starren formen</description>
    <dc:publisher>gingerbox</dc:publisher>
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    <title>liquid center</title>
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    <title>an deck</title>
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    <description>von links geht die sonne auf, von rechts ziehen die wolken. hinter dem haus steht ein apfelbaum, eine schüssel voll äpfel habe ich aufgesammelt. noch fressen die katzen schlecht und haaren nervös, aber in einigen tagen werden wir möbel haben und uns zumindest setzen können.</description>
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    <dc:date>2009-11-26T11:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5951376/">
    <title>oho vorarlberg (berglberg)</title>
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    <description>&lt;i&gt;bist zwar als land ein zwerg/&lt;br /&gt;
klein, ahaber oho - hollodrio!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für die unterstützung, xiberger wahlvolk: wenn ein viertel von euch die effen wählt und der strache in wien bürgermeister werden will, dann fällt es mir wirklich leicht, das land zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
übrigens: es wird tatsächlich stuttgart. ich buche schon flüge für die ersten wohnungsbesichtigungen. &lt;br /&gt;
(file under: leben, phase 3)</description>
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    <dc:date>2009-09-21T07:50:00Z</dc:date>
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    <title>mein kleiner atlas</title>
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    <description>in der schönen serie &quot;städte, in denen zu leben ich mir eventuell in nächster zeit werde schönreden müssen, wenn ich dem h. nicht ewig hinterherfahren will&quot; jetzt neu: stuttgart, nürnberg und, hörthört, mannheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da fällt die wahl schwer.</description>
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    <dc:date>2009-08-31T18:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5838695/">
    <title>lissabon duftet</title>
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    <description>ich hätte mir nie gedacht, dass eine stadt so gut riechen kann. an jeder ecke duftet es nach frisch geputzten fußböden und zuckertörtchen, von denen außerdem in den beruhigend flächendeckend installierten konditoreien eine beglückend riesige menge in erfreulich vielen sorten produziert und angeboten wird. du liebe güte, müsste ich dort leben, wäre ich in kürzester zeit quadratisch! und außerdem blind, denn selbst wenn man den blick aufs trottoir senkt, brutzelt einem an sonnigen tagen der reflektierende cremefarbene pflasterstein die bindehaut weg. (schneebrille? warum nicht?) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was von der geistigen verfasstheit dieser stadt zu halten ist, vermag ich nicht zu sagen. betritt man die &lt;a href=&quot;http://www.travel-in-portugal.com/photos/img687.htm&quot;&gt;igreja sao roque&lt;/a&gt;, können einem schon zweifel kommen. man sieht es auf dem foto nicht sehr gut, aber die kapellen links und rechts sind von einer ornamentik, dass selbst stabilen gemütern wie mir schwummrig wird: die verzierungen sind in sich noch einmal verziert, verschlungen und ineinander verdreht, dazwischen klemmen schockweise putten oder auch nur ihre köpfe, dazu flügel, beinchen und ekstase, dass es rauscht. unnötig zu erwähnen, dass alles in gold gehalten ist. im vergleich dazu schaut die madonna mit ihrem drögen blauen umhang fast etwas, nun ja, blank aus der wäsche. in den beiden nischen links und rechts vom altarraum hat sich übrigens eine familie einen privaten reliquienschrein eingerichtet und dort gipsköpfe, handmodeln und in kleinen glaskästchen auf samt montierte gebeine untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ähnlich kurzweilig ist die ausstellung über &lt;a href=&quot;http://nachrichten.iwanowski.de/2009-07-02/allgemein/portugal-lissabon-austellung-encompassing-the-globe-%E2%80%93-portugal-und-die-entdeckung-neuer-welten.html&quot;&gt;portugals entdeckung &quot;neuer welten&quot; &lt;/a&gt;im &lt;a href=&quot;http://mnaa.imc-ip.pt/pt-PT/Default.aspx&quot;&gt;museu nacional de arte antiga &lt;/a&gt;(seite offenbar nur auf portugiesisch). die museumsverwaltung sollte einem für einen leicht erhöhten eintrittspreis ein volksschulkind zur verfügung stellen, das einen da durch begleitet, damit man sich so richtig reintigern, ohne falsche scham &quot;schau!&quot; rufen und dauernd auf alles mögliche hindeuten kann: auf landkarten, auf wimmelbilder-gemälde, auf &lt;strike&gt;beutekunst&lt;/strike&gt; wertvolle objekte aus den bewirtschafteten ländern, auf den dreibeinigen hocker aus elefantenknochen, den man extra aus kremsmünster hergeholt hat, oder auf die japanischen wände, mit denen die japaner sich offensichtlich über ihre neuen handelspartner lustig gemacht haben. darauf sieht man die portugiesen, wie sie mit sklaven, sonnenschirmen und einer enormen entourage durch die gegend stiefeln und sich beim geschäfte-machen nachdenklich am bart zupfen. mit einem wort, ein riesenspaß, den niemand verderben wollte, indem man etwa auch nur einen satz über die folgen des kolonialismus für jene menschen verliert, die im heutigen brasilien schon lebten, bevor die herren in pluderhosen an land gingen. statt dessen hängt man lieber zwei riesige bilder auf, die die schönen wilden in ihrer ursprünglichen anmutung abbilden - typische attribute wie obst oder werkzeug inklusive. dazu passt, dass im stadtmuseum die zeit der maurischen herrschaft offenbar nicht stadtfindet, wie h. erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber da ist ja noch der kellner im café a brasileira. der sagt zu h.: &quot;ah, sie sind deutscher? gute leute: goethe, hegel, kant.&quot; und ein paar tage später: &quot;kennen sie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kurz&quot;&gt;robert kurz&lt;/a&gt;? nein?&quot; - den mann muss man im auge behalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und lissabon? das ist einfach so, wie triest gerne wäre. wie ich triest gern hätte. aber leider so weit weg.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-22T21:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5458312/">
    <title>haysi!</title>
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    <description>letzten mittwoch war es, da hatte ich, schon im bett, im verein mit thomas mann endlich den letzten &lt;i&gt;buddenbrook &lt;/i&gt;unter die erde gebracht, als mich eine &lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zwarwald.de/index.php/archives/2009/01/13/zwarberg02/&quot;&gt;physische Mattigkeit &lt;/a&gt;befiel. statt &lt;i&gt;ein wenig Taube, ein wenig Franzbrot &lt;/i&gt;führte ich mir ein viertelgläschen neocitran zu, was normalerweise die &lt;i&gt;Haltung &lt;/i&gt;über nacht wiederherstellt. allein - am nächsten tag kamen &lt;i&gt;die fernen Fieberträume&lt;/i&gt;, in die gottlob &lt;i&gt;das Leben &lt;/i&gt;hineinrief &lt;i&gt;mit unverkennbarer, ermunternder Stimme&lt;/i&gt;: in gestalt der überaus beruhigenden berichterstattung aus deutschen zoologischen gärten.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-20T07:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5420855/">
    <title>triest, zwischen den jahren</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/5420855/</link>
    <description>&quot;eine ganze woche triest?&quot; große augen, überraschtes verziehen des mundes, als würde man zeit vergeuden, wenn man nur spazieren gehen will, essen und aufs meer schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so war das hier: die ersten tage tobte die bora durch die stadt, warf am lungomare bäume um, ließ die fensterrahmen im hotel klappern und machte mir klar, was der reiseführer mit dem wort &quot;unerträglich&quot; meint - als würde die wilde jagd die stadt regieren. strahlendes licht im schlossgarten von miramare, die luft so trocken wie papier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann, rechtzeitig zum 31., flaute der sturm ab. wir sonnten uns im diesigen licht, ich verschickte meine neujahrwünsche noch im alten jahr zur mittagszeit. oben am hügel sahen wir dann dem feuerwerk zu. still sind die triestiner, die slowenen, die österreicher, alle, die in diesen tagen in diese alte stadt kommen, um nicht daheim zu sein, auch beim feiern. man sinkt sich hier nicht in die arme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich weiß nicht, wie 2009 wird. man wird sehen.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-02T22:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5249206/">
    <title>(wenn die sonne vom himmel fällt) jungs sterben in der nacht allein</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/5249206/</link>
    <description>was für ein drama. &lt;br /&gt;
was für eine soap. &lt;br /&gt;
männer, die schwachen gegenüber ungerührt sind, zeigen sich mit tränen in den augen, weinend, weil ihr geliebter und vater sie verlassen hat. ihr &lt;a href=&quot;http://affectionista.net/journal/?p=1151&quot;&gt;lebensmensch&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
die zeit sei stehen geblieben, die sonne vom himmel gefallen. er habe das land beschützt, nun sei es allein, alle müssten zusammenhalten in dieser schweren zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert finde ich, dass in fast allen nachrufen von einem großen politischen talent gesprochen wird. der mann war fast 60 jahre alt. wie lange kann ein mensch als talentiert gelten, wenn es ihm nicht gelingt, sein talent zu realisieren? es scheint mir eine stärke des politischen systems zu sein, des politischen feldes eher, dass es solche ewigen söhne nicht an die spitze kommen lässt. was er an kraft hatte, schwächere an sich zu binden, reichte nicht für einen ganzen staat, konnte vielleicht nur in dem kleinen, randständigen bundesland reichen, wo außer tourismus nichts existiert, an das man sich hängen kann. im grunde blieb die knabenhorde mitsamt ihrem führer fixiert auf den vater staat, der symbolisch war und ihnen deswegen prinzipiell unverständlich. nein, das politische talent kann ich nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
franz vranitzky im mittagsjournal hat mich beeindruckt, vor allem im unterschied zum ebenfalls anwesenden wolfgang schüssel. während schüssel davon sprach, dass er schwarz-blau wie jede koalition als partnerschaft angelegt habe, ging es vranitzky um eine politische haltung. er war unversöhnt und hatte sich von der angeblichen strahlkraft, dem angeblichen talent, der angeblichen fähigkeit zu begeistern nicht anstecken lassen.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-11T15:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5172141/">
    <title>wahlkabine</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/5172141/</link>
    <description>ich kann nicht glauben, dass ich die einzige bin, die sich vom antreten des liberalen forums am meisten von allen parteien verarscht fühlt. wo war denn diese &quot;partei&quot; in den letzten jahren? ich kann mich an keinen relevanten vorschlag oder auch nur eine stellungnahme erinnern. auch was heide schmidt derzeit in den interviews sagt, ist für mich nicht mehr als das wohlfühlprogramm, auf das sich eh alle einigen können. fairness und wirtschaftliche vernunft, my ass, nein, lasst uns unfair sein und unvernünftig! sogar der strache verkauft sein programm unter diesem label. dass diese phrasendrescherei als liberaler politikentwurf gelten soll, macht mich fassungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser &quot;partei&quot; ist es nicht gelungen, in all den jahren auch nur einen einzigen kopf neben schmidt und haselsteiner hochkommen, geschweige denn sich positionieren zu lassen, und man kann wohl wirklich nicht annehmen, es sei am geld gescheitert. wenn das eine partei sein soll, kann man nur sagen, sie haben ihre arbeit nicht gemacht, und deshalb ist es eine chuzpe, für die ich die beiden beneide, dass sie sich trotzdem noch trauen anzutreten. neben all den witzfiguren sind sie wirklich die größte enttäuschung, denn sie haben immer einen so hohen anspruch vor sich hergetragen - der wohltuend war, so lang er glaubwürdig war -, dass sie sich jetzt verdammt nochmal jetzt daran messen lassen müssen. ich bleibe dabei, die grünen müssen jetzt ran, trotz aller behäbigkeit und trantütigkeit, sie sollen zumindest einmal die chance gehabt haben, zu zeigen, ob sie es können.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-05T21:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/5009364/">
    <title>nachrichten aus dem taubenschlag (inklusive sexgeräusche-rezension)</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/5009364/</link>
    <description>&quot;donc&quot; machen die maulbeeren, die der schon wieder genau rechtzeitig zu sommerbeginn mit der produktion fertig gewordene gleichnamige baum in regelmäßigen abständen auf meine blechernen fensterbretter plumpsen lässt. durchs offene fenster sehe ich dann den besoffenen amselmännchen zu, wie sie sich schon nicht mehr ganz flugtauglich von einem ast zum nächsten hopsen und das überreife obst schnabulieren (no pun intended). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser prächtige baum, den die hausverwaltung so gelassen vor sich hin wachsen und wirken lässt - er macht mir viel freude. gut, wenn in der nacht der sturm durch die äste wuschelt, kanns schon sein, dass man sich kurz schreckt, wer denn da im ersten stock an die fenster klopft. andererseits - das thema fensterputzen hat sich für mich, so lange ich hier wohnen bleibe, erledigt. so schnell kann man gar nicht putzen, dass diese erstaunlich biegsamen äste mit ihren bemerkenswert großformatigen blättern nicht sofort alles wieder verschmiert hätten. an jenen tagen, die ich nicht zum geldverdienen vernutze, beschert mir das flatternde grünzeug gegen elf am vormittag außerdem flirrende lichtspiele am parkett, die 300 meter luftlinie von der strudelhofstiege entfernt ein äußerst literarisches flair und ambiente erzeugen. &quot;mon!&quot; antworte ich dann, herrn &lt;a href=&quot;http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_werkbeschreibung.php?eventid=831398&quot;&gt;meyerhoffs großmutter &lt;/a&gt;zitierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überhaupt, sommer, zeit der offenen fenster! &lt;a href=&quot;http://www.zwarwald.de/index.php/archives/2008/06/18/lebemann/&quot;&gt;wer, wie ich, zum innenhof hinaus wohnt, lernt jetzt seine nachbarn besser kennen&lt;/a&gt;, auch wenn er oder sie, wie ich, den persönlichen kontakt aus gründen meidet: genau dafür bin ich doch in die stadt gezogen - dass ich meine nachbarn nicht kennen muss! trotzdem macht es mir irgendwie freude, die lebensgeräusche der anderen zu hören. das baby von letztem jahr ist offenbar gut gediehen, wir hier im taubenschlag hören jetzt viel &quot;nein&quot;, &quot;nein!&quot; und &quot;NEIN!&quot; über den hof. aber die mutter (wie ich annehme) holt sich viel rat (wie ich hoffe), denn sie telefoniert gern und viel und lang. lustiger wär&#39;s, wenn ich sie verstehen könnte, aber ich hab nicht einmal eine ahnung, welche sprache das sein könnte, die sie spricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die nachbarn über mir sind offenbar ausgezogen. die waren nett, zwar ein bisschen fad, aber nett. aber fad. sie haben angenehme, eher beruhigende sexgeräusche gemacht: recht nett, ein bisschen fad, aber man wusste, die bleiben auf ewig zusammen und kriegen bald ein kind. sie war fokussiert und trug ein knielanges rockerl, er hatte kurze haare und diese sportsandalen mit klettverschluss, und öfter als zweimal pro saison  musste man sich um seine nachtruhe keine sorgen machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das neue paar auf der 1er-stiege ist da ein anderes kaliber. da kommt man gern mal gegen halb drei uhr nachts zur sache, und zwar richtig. dazu muss ich aber leider ganz generell, und besonders in richtung der damen, anmerken: bitte imitieren sie nicht länger als unbedingt nötig jene geräusche, die sie sich aus dem kabelfernsehen gemerkt haben, sondern versuchen sie möglichst rasch, ihre eigene &quot;stimme&quot;, wenn man das so nennen kann, zu finden. ihrem partner mag es egal sein, aber ihre nachbarn und vor allem sie selbst haben mehr davon, wenn sie sich nicht nur und ausschließlich an ihren eigenen schauspielerischen künsten erfreuen. gerade für mich als nachbarin ist das besonders wichtig, denn es macht beleibe einen unterschied, ob ich bei 30 grad außentemperatur das thermo-schallschluckfenster mit freundlicher sympathie oder eher mit dem ärger der solidarischen enttäuschung schließe! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jenem nachbarn freilich, der eine vorliebe für den schlager &quot;theo, wir fahrn nach lodz&quot; hat, ist auch mit ungefragt verabreichten guten ratschlägen nicht mehr zu helfen.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-21T18:37:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/4834128/">
    <title>everything starts anew</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/4834128/</link>
    <description>wo bleibt der linke führer? wo bleibt der agitator, die charismatische frau, die sagt: so geht es nicht weiter, diese verarsche muss aufhören, wir wollen was von diesem geld? was soll das, bitteschön, für ein leben sein? du, und du, und du auch: ihr alle habt ein recht auf mehr. am handy telefonieren und schulden machen, das reicht doch nicht. verarscht doch wen anderen. das soll dann alles gewesen sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich verstehe es nicht. es gibt so viele schlaue leute. eines davon muss sich hinstellen und das übernehmen.</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-02T21:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/4600640/">
    <title>irak</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/4600640/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://washingtonbureau.typepad.com/iraq/2008/01/to-whom-it-may.html&quot;&gt;Also Id like to inform you that we are waiting your election as if it is our election and may be more because your choice will determine the main lines for our life ...&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
via perlentaucher</description>
    <dc:creator>gingerbox</dc:creator>
    <dc:subject>weltbild plus</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 gingerbox</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-09T15:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liquidcenter.twoday.net/stories/4549046/">
    <title>gestern</title>
    <link>http://liquidcenter.twoday.net/stories/4549046/</link>
    <description>erste weihnachtsfeier in der neuen firma. vorspeisenplatte. ich zur neuen kollegin: &quot;das besteck hat einen total komischen eigengeschmack. ist das silber? das ist kein silberbesteck, oder? das ist höchstens silberbeschichtet. riechst du das nicht? total metallisch.&quot;&lt;br /&gt;
neue kollegin: &quot;ich riech nix. aber dieser geschmack von den weißen trüffeln ist unangenehm.&quot; - uh, ok, stimmt wohl. (wieder was gelernt.) dann die rede von meinem neuen vorstandsvorsitzenden. er entschuldigt sich, dass er nichts vorbereitet hat, aber er hatte einfach einen total harten tag. leider war das weitere nicht so sympathisch, wie das jetzt klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seit ein paar wochen überlege ich, wie die birkin-bag aussehen soll, die ich mir jetzt bald zulegen müssen werden will. kommt die neue chefin rein, mit dem ding am arm, und ich kann nur röcheln: &quot;du hast die tasche, die ich mir seit langem herfantasiere.&quot; (manche sätze müssen einfach raus, wenn man nicht komplett verstummen will.) sie ist kurz irritiert und erzählt dann, wo sie sie gekauft hat und dass sie gar nicht teuer war. gute frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daheim im bett telefoniere ich mit h., der ein supidupigeschäftemacherboy war und einen megadeal eingefädelt hat, der den bösen arroganten feind mores lehren wird. vor lauter freude liest er mir mein komplettes jahreshoroskop aus der &quot;bunten&quot; vor (alles wird gigantisch großartig 2008). dann seins. dann das horoskop von dem sternzeichen, das er eigentlich sein sollte, weil es viel besser zu ihm passen würde. dann die aufs sternzeichen abgestimmten konstumtipps (ich: burberry-bikini; er: jack-russel-terrier). dann sagt er noch, falls ich noch geschenke suchen würde, dann würde er mir eventuell die neue men&#39;s world auf tchibo.de empfehlen. ohne die seite gesehen zu haben, verspreche ich ihm die &lt;a href=&quot;http://www.tchibo.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/eCS/Store/de/-/EUR/TdTchDisplayProductInformation-Start?ProductSKU=M11818&quot;&gt;reiseslipper aus kunstleder&lt;/a&gt;, die gibst dort sicher auch. dann erinnere ich ihn an &lt;a href=&quot;http://www.pigor.de/getCmsData.php?id=250&amp;category=hoeren&quot;&gt;das lied von pigor&lt;/a&gt; und eichhorn über heterosexualität und horoskope und verwirre mich damit selbst, aber h. nimmts gelassen. ich schlafe ein, schlafe durch und stehe zu einer zeit auf, zu der ich vor einem jahr schon auf der straße war und zum zug gelaufen bin. very good indeed!</description>
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    <description>h. ist der meinung, der verzehr von tee ebenso wie von suppe sei unmännlich. leider mag er beides trotzdem. wohl aus rache für sein schicksal mästet er mich mit den schwer süchtig machenden produkten von haribo. einer heimarbeiterin einen sack colo-rado im travel-value-format in die küche zu stellen, ist eine unfaire attacke. er wird deshalb mit verschärftem frühstück bestraft.</description>
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    <title>die transatlantische verwandtschaft</title>
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    <description>dieser &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/bekon/170400058/in/set-72157594195666753/&quot;&gt;sympathische herr &lt;/a&gt;ist nicht nur ein eben erst wieder in der wahrnehmung aufgetauchter verwandter, sondern auch urheber einiger &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/bekon/&quot;&gt;sehr ansprechender fotografien&lt;/a&gt;. sein vater hingegen scheint mir ein &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/83119253@N00/457954906/&quot;&gt;weniger düster &lt;/a&gt;veranlagter herr zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(if you ever pass by vienna, send me an e-mail!)</description>
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    <title>drei tage zu gast in der hafenstadt. morgens um sechs an der außenalster entlang,...</title>
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    <description>drei tage zu gast in der hafenstadt. morgens um sechs an der außenalster entlang, wo die dünnen blonden frauen mit dem porsche zum joggen hinfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr. viele. menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr viele menschen, die ich als schön empfinde. man sieht mir hier ohne absichten ins gesicht, das ist angenehm. ich werde wahrgenommen, ein körper im raum. (ich denke an meinen südbaierisch-slawischen pyknikerschädel.) was hier normaler straßenton ist, der umgang, den man mit unbekannten in der öffentlichkeit pflegt, wäre in wien undenkbar: im hotel, im geschäft, an der theaterkasse erlebt man mich als umständlich, ich mich selbst als servil. (mag auch mit meiner angschlagenen konstitution zu tun haben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
portugiesen.</description>
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