random acts of happiness

Montag, 5. September 2011

abend am badehaus

palmse-mois

die ente durchpflügt
den see aus nachtschwarzem lack
wie frischen spinat

Sonntag, 30. Januar 2011

Singelingelong

Noch nicht ganz wach, mit Butterbrotstimme und Resten vom Bierkopf der Nacht davor, die innere Oberfläche leicht craquelig wegen der vielen neuen Menschen, Gesichter und Umgangsarten, die Knie angespannt und Grüße vom wieder beweglichen Zwerchfell, draußen die schwäbische Alb und der Schnee, drinnen die freudlosen Broschüren des evangelischen Bildungshauses, in das wir uns für das Wochenende eingemietet haben, vorn der Chorleiter, ganz dürr und trocken geraucht, gelb, grau, braun, die dünnen Beine übereinandergeschlagen, so baut er den Akkord auf. Bässe, Tenöre, Sporan, beim Alt atme ich aus und töne, die Harmonie steht im Raum, sie geht auf und klingt, sie fasst mir ans Herz, an den Hals, sie raut mir die Haut auf und nimmt mich mit, es ist ein Wunder, ein Geschenk, eine Droge, ein Riesenglück, Harmonik, du heilige Scheiße, sie klingt und klingt. Dann eine Geste, der nächste Akkord, er ruckelt sich kurz noch zurecht und ist dann genau so klar wie der erste, und wenn es nach mir ginge, würden wir jetzt wochenlang Töne aushalten und einfach nur uns von einem zum nächsten singen.

Dienstag, 18. Mai 2010

dankeschön :-)

thx_033

liebes internet,
danke, dass so viele großartige menschen in dich reinschreiben und mich auf andere großartige menschen hinweisen, die mit viel liebe und beständigkeit ihren ideen nachgehen. zum beispiel leah dieterich, die jeden tag eine dankeschönkarte schreibt, oder anke gröner, die in ihrem blog davon berichtet hat.
du machst mich glücklich, deine g.

Sonntag, 30. August 2009

der letzte tag der sommerferien

so fühlt es sich an, nach drei wochen draußen, in der luft und unterwegs auf den eigenen zwei beinen: als wären es sommerferien gewesen wie früher, tage und wochen ohne ende, uhr und fernseher, in glücklicher regression und sehr verbunden mit dieser großen runden kugelwelt. ob sich etwas davon in die arbeitszeit hinüberretten lässt?

Freitag, 31. Juli 2009

es gibt so tage

da träume ich davon, von einem wal aus sachertorte verschluckt zu werden und den dann von innen her aufzufressen.

Sonntag, 12. Juli 2009

gebärden des sommers

heute seit ich-weiß-nicht-wie-lange wieder einmal einen brief geschrieben: h. hockt in lissabon und lernt seine herzenssprache neu, die adresse seiner gastwirtin hat er mir in seiner krakelig-kugeligen handschrift auf einem linierten zettel hinterlassen. seltsam ist es, mit jemandem zusammen zu sein, dessen handschrift man kaum kennt und noch weniger entziffern kann. ich hoffe, der brief kommt überhaupt an.
in der auffahrt des palais bei mir ums eck gibt es ein kleines café mit tischen und gartenmöbeln in sonne und halbschatten, dort habe ich mich hingesetzt und mit dem schweren kuli etwas unbeholfen das graue papier geprägt. auf der gartengarnitur neben mir saß ein paar mit tochter und sprach französisch und englisch miteinander und fand sich ganz großartig. herrenmenschen, geformt aus ballettunterricht und privatschule und erstklassigem, leichtem essen, denen nie etwas versagt worden ist und die ohne skrupel (sie) oder aus schlichter ignoranz (er) über leichen gehen würden, um ihre ziele zu erreichen. oder auch einfach nur, weil sie es können. laut waren sie, verwöhnt und völlig ahnungslos.
später ließ ich mir auf e.s balkon die sonne in die fratze scheinen. e. schob mir ungefähr ein kilo kuchen über den tisch und verputzte selber nicht weniger, einen eiskaffee kippten wir hinterher und wankten dann im zuckerschock hinunter zum zigarettenautomaten.
zu ihren füßen zwischen den pflanzen lag m. auf der isomatte, die haare auf dem scheitel zu einem dutt hochgebunden, und meditierte oder tat nur so, weil er in wirklichkeit schlief. wir waren uns einig, dass er eine alte, wiedergeborene seele sein muss, aber was er in einem früheren leben war, ist schwer zu sagen. "elefant", sagte ich, aber sie lachte nur.
dann träumten wir wieder von einem ganz anderen leben.

Freitag, 23. Januar 2009

rot ist dein name

es gibt wenig kunst, die mich ruhig macht.





















aber jede arbeit von anish kapoor.



jede ein großes glück.

























arvo pärt hat musik zu einem objekt geschrieben.



brian eno passt gut dazu.
















schweigen dürfen. reden wollen.

Freitag, 24. Oktober 2008

warum nicht?

leipzig?
in einem jahr?
man schickt mir fotos von frisch renovierten altbauwohnungen um kein geld. die stadt selber jubiliert gleich auf der startseite vom tollen wachstum der medienbranche, gut, ich kann gar nicht programmieren, aber eine schreibknechtin mehr, ist für die platz?
was verdient man dort überhaupt?
klein ist es halt, aber groß genug, vielleicht. meine wohnung in wien würd ich behalten, sie liegt gut und ist relativ billig, noch immer, immer mehr: so einen vertrag würde ich jetzt nicht mehr kriegen, und der ist nur fünf jahre alt.
endlich was anderes, endlich was neues.

Samstag, 6. September 2008

leichter als luft

01_ballon_16

ein schöner traum: auf der wiese stehen, nach oben schauen, und noch ganz tief über dem boden zieht der erste fesselballon hoch. und hinter im plötzlich viele, immer mehr, ein blubberndes blasenglück am himmel und eine große, übers gras laufende freude.

Sonntag, 25. Mai 2008

zwei jahre

24. mai 2006, flughafen tegel. ein schlaks im anzug mit staubmantel und rollköfferchen stiefelt hinter mir auf die terrasse des cafes und fragt gleich, wenig überraschend, ob er sich dazusetzen kann an den letzten freien tisch in der sonne. aber bitte!

man macht smalltalk über die tagung, er fläzt im sessel, raucht zigarillos, ich frage, er redet, wir tauschen kärtchen, wir siezen uns.

bald kam das erste mail, dann viele weitere. dann vieles mehr. es wurde ein großes glück daraus und eine große leichtigkeit.

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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