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Mittwoch, 31. August 2011

Pseudonym

Das klingt doch schon wie ein richtiger Name:

Cavolo Rapa

Der berühmte italienische Tenor Inspektor (oh Mann, mir fallen nur Klischees ein) Blogger mit der schnellen Schnauze.

Cavolo! ruft man laut Leo auch, wenn man seinem Ärger Luft verschaffen will.

Gefällt mir gut. Ist aber in Wirklichkeit der Name eines meiner Lieblingsgemüse.

Samstag, 5. April 2008

aus dem offline-archiv: 5. august 2005

wann ich das erste mal davon gehört habe, weiß ich nicht mehr. blogs, aha. online-tagebuch. dann das erste bookmark, beruflich. später jemanden von früher gegoogelt, sieh an, der schreibt auch, selten zwar, und kommentieren tut auch niemand, aber trotzem: nächstes bookmark. ein neuer kollege kommt ins büro, erzählt etwas von einer konferenz in wien und von einem projekt, an dem er beteiligt war. kann man dein blog wo lesen? - tut mir leid. dann zufällig bei einer recherche bei twoday gelandet, durchgeklickt, ein wahnsinn, was hier los ist. ohne plan wieder ausgestiegen. schließlich und endlich der erste link zu einem ganz lebendigen blog, wo jeden tag was neues drinnensteht, wo zehn, zwanzig leute mitschreiben, wo ich die bilder rauskopiere und jedem verdammten link nachgehe, einfach weil es gut ist, und irgendwann war klar: ich will das auch. ich will sowas auch haben.

eine junge nonne habe ich mal im radio gehört, die gefragt wurde, ob sie nicht vermisse, was die anderen jungen leute so tun: tanzen gehen, trinken, flirten, reisen. sie hat gelacht und gesagt: ich habe es probiert, aber ich hatte das gefühl, ich verschwende meine zeit. ein bißchen war es so am anfang, liebe güte: ich wollte heim zum computer, meinen dienst absolvieren. als hätte ich lange in einem leeren ruhigen haus gewohnt und nur aus langeweile doch noch irgendwann die tapetentür geöffnet und dahinter, unmöglich eigentlich, ein freies feld entdeckt, wo menschenmassen herumstehen und reden, reden, reden, ein unheimlicher krach ist das, musik spielt, irgendjemand schneidet fotos aus und klebt ein poster, da gibt's eine schlägerei, ein papierflieger segelt über den köpfen, dort schreit jemand laut, um jemand anderen zu übertönen, ein herumgerenne und ein schmähführen, jemand weint, jemand macht sich wichtig und wird ausgelacht, jemand säubert ein stück wiese und bittet jemand anderen, sich hinzusetzen, jemand schläft ein, jemand hält einen vortrag, niemand hört zu, drei verabschieden sich und machen heimlichkeiten, kurz, es war eine entdeckung.

trotzdem musste ich mir zuerst meinen kobel einrichten. hier, in dieser ecke will ich meine kirche bauen herrscht jetzt mal mein gesetz! aber es gab auch vieles zu bedenken: wie ist der code of conduct, wenn ich anderswo zu gast bin? rein gefühlsmäßig würde ich ja jeden kommentar mit einem herzhaften guten tag! beginnen, dann kurz sich vorstellen, freundlich die eigene meinung kundtun und sich wieder verabschieden. so macht man das aber gar nicht, sondern man hängt sich rein als wäre man eine alte bekannte, sagt was und haut wieder ab. (an einem kommentar habe ich geschlagene zwei stunden herumgeschraubt, weil ich immer wieder kürzen musste.)

in meinem eigenen haus hingegen mache ich, was ich will, und was das ist, überrascht mich immer wieder. auch wie sehr die anderen einsickern mit ihrer sprache, ihrem stil, ihren diskussionen - das merke ich

Dienstag, 5. Februar 2008

tausend tage text

schon vor längerer zeit fiel mir auf, dass die meisten blogs, die ich lese, ähnlich lang wie ich dabei sind.
je älter man wird, desto geringer werden die altersunterschiede.

Mittwoch, 14. November 2007

happy to announce

mein neues baby. mir passierts immer öfter, dass ich bei bewerbungsgesprächen sage "und ich blogge auch regelmäßig" (räusper, jaja, ich weiß, "regelmäßig", naja) und dann den link zu liquid center nicht nennen will. (interessant ist: man wird auch nicht danach gefragt. das private online-tagebuch.) deshalb, und um über meine arbeit schreiben zu können, eben jetzt was neues.

Donnerstag, 14. September 2006

wir sind mikrohelden

Blogger sind Nihilisten, weil sie 'zu nichts gut sind'. Sie veröffentlichen ihre Artikel in ein Nirwana hinein und haben diese Vergeblichkeit in eine produktive Kraft verwandelt. Sie sind die Parteigänger des Nichts, die den Tod der zentralisierten Bedeutungsstrukturen feiern und dabei ungerührt die Anschuldigung ignorieren, sie produzierten nur sinnloses Rauschen. Statt über die ideologische Färbung der Nachrichten zu klagen, bloggen sie als Zeichen einer wiedergewonnenen Macht des Geistes. Als mikroheroischer Akt erwächst Bloggen aus einem Nihilismus der Stärke, nicht aus der Schwäche des Pessimismus.

naja. „nichts“ würde ich ja nicht sagen.

geert lovink in der lettre international via neda bei

Mittwoch, 21. Juni 2006

paranoi

überlege die einführung eines neuen blog-topics: all about angst

Montag, 19. Juni 2006

in bloom

asagraph

via

Mittwoch, 17. Mai 2006

fix! mich! an!

grad einen testaccount für knallgraus blogr.com erschnorrt! jetzt herzklopfen und ganz schrecklich uffjerecht! sone geile sachen könnt ma machen ...

... und ich hab nich mal mein textblog im griff ...

Mittwoch, 12. April 2006

flaggensignale: hallo berlin?

schon wieder pack ich mein rollköfferchen und setze mich in den nachtzug, und dann ist auch schon karfreitag, ein guter tag, um anderswo anzukommen. am zoo zum beispiel. bis dienstag gurk' ich dann zwischen bornholmer straße und überall sonst herum, werd wohl wie immer bei einer lesebühen vorbeischauen, die melancholie-ausstellung mir zu gemüte führen und mir mit schwesterchen eine schöne zeit machen.

sollte jemand von ihnen, liebe berlinerInnen, in diesen tagen lust auf ein blogologisches blind date haben, würde ich mich freuen.

die e-mail steht rechts.

Dienstag, 11. April 2006

weltruhm, knapp daneben

neulich frühmorgens im bus eine idee für ein blog-topic gehabt. geiler name, geile themen, damit hätte ich mich instantemente in die oberste oberliga der bloggerwelt gebeamt. - natürlich sofort vergessen. seither mühsames kratzen am erinnerungsschorf, darunter aber nichts aufzufinden als: ich habe absolut keine ahnung mehr, was es war, und nicht einmal ein erinnerungsgefühl in irgendeine richtung.

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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