Dienstag, 2. Dezember 2008

braucht österreich eine regierung?

anton pelinka, man erkennt ihn kaum wieder: in der "zeit" spintisiert er herum, ob man nicht eine art repräsentationsregierung nach modell der englischen queen installieren sollte, wenn die regierung ohnehin nicht regieren könne:

Für die gewohnte Regierungsroutine reichen, mit Verlaub, auch diejenigen aus, auf die de facto die meisten Regierungsvorlagen zurückgehen und die an den meisten Beschlüssen des EU-Ministerrates mitwirken: Das durchaus überschaubare Heer der Berufsbeamten, die regieren, wo es zu regieren gilt, und zwar völlig unabhängig davon, wie aufgeregt sich die Verhandlungsteams von SPÖ und ÖVP geben mögen.

tatsächlich wird sich frau innenminister fekter das regieren nicht nehmen lassen. aber, stimmt schon, ihre beamten sind auch nicht faul und sichern tatsächlich auch in der zeit des interregnums für österreich die rolle der eu-weiten "leading nation":

Es war die größte Massenabschiebung der EU-Geschichte: (...) Am Freitag wurden 71 abgelehnte Asylwerber aus elf EU-Staaten in ihre Heimat gebracht: per Charter-Maschine vom Flughafen Wien-Schwechat, direkt nach Lagos (Nigeria) bzw. weiter nach Banjul (Gambia). Die Öffentlichkeit wurde darüber nicht informiert. Es war die größte Massenabschiebung der EU-Geschichte: Eine gecharterte Airbus-Maschine flog am Freitag 71 Flüchtlinge heimlich nach Nigeria. Das ergeben ÖSTERREICH-Recherchen, die vom Innenministerium bestätigt werden. „Es handelte sich um eine EU-Abschiebung, bei der Österreich als ,Leading Nation' fungiert hat“, sagt Ministeriumssprecher Rudolf Gollia.
(via campcatatonia)

die apathie hat ein ausmaß angenommen, das einen schaudern lässt.
und es ist das boulevardblatt "österreich", das die geschichte berichtet.

Sonntag, 30. November 2008

gutes buch

knacks

besonders am anfang, als er über die todeswünsche der kinder schreibt, eröffnet mir das buch manches neu. hin und her springt er in der folge, schwurbelt einiges verquast hin, was ganz einfach gesagt werden könnte, und auch die personen, die mit ihren anekdoten und schönen kleinen szenen vorgestellt werden, sprechen für meinen geschmack zu sehr eine einzige sprache: seine. wäre er nicht so ein sympathischer quatschi und offenbar herzensguter, jedenfalls höflicher mensch, wäre das wahrscheinlich nur schwer zu ertragen. aber ich würde es auch so gern glauben, dass irgendwo da draußen leute leben, die ihre verhältnisse und gefühle in diesem hohen, tiefgründigen ton besprechen.

Donnerstag, 6. November 2008

42 min 59

the daily show

ganz okeyes buch

978-3-552-05440-0_284311748-56

nur schade, dass die ehrgeizige frauenfigur eine rechte politikerin ist.
da vermischt sich die kritik an der "unaufrichtigen" politik mit kritik an politischer haltung.
hätte aber auch gröber schiefgehen können.

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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