stupor mundi. das staunen der welt

ich bin noch gar nicht richtig wieder da und kann noch gar nicht richtig meine geschichten erzählen. weiß noch gar nicht, wo ich anfangen soll und welcher ton jetzt herauskommt. war gar nicht so schlecht, eine woche vom computer weg zu sein, und hab es doch zum schluss schon vermisst. hab nicht einmal viel notiert, nur:
das make-up der mädchen hat sicher zwei stunden gedauert. jetzt sitzen sie in einem garten vor einer garage. der stolz der verlobten. die vielen hautfarben, haarfarben, größen der leute. die enge. das elend der rigiden moral. 12 kinder. eine arme gegend, zu geld gekommen. der IC hat drei waggons, zwei davon laut aufschrift „1. klasse“, aber das stimmt natürlich nicht. das nervöse herumzappeln der burschen, der hormonstau. das zimmer-suchen in bari. der hilfsbereite portier. die polen. die busfahrer. das lächeln, das nicht anzüglich ist. die sonne, die sonne, die sonne! das meer, das meer, das meer! wie gut ich reisen kann, das macht mich stolz und sicher. dass ich mir nicht das teure zimmer habe andrehen lassen. die kinder, die mopeds, der krach. feigen essen. es riecht nach hausbrand und staub, nach süßem brot und zweitakt-motoren. süden. soviel zeit haben, den sex. fantasien nachzuhängen, dass sogar die fad werden. friedrich II. das kastell in bari, schlucken müssen. glücklich sein. aloe wächst wie unkraut neben den gleisen. der verdammte rucksack. die hilfsbereitschaft der leute. die alten sitzen hinter der tür im kühlen vorhaus oder auf der straße. der partido communista mit dem katholischen plakat in der auslage. höre ich nitschewo? russen hier? ich stinke. die hose ist dreckig. karten schreiben. keine obdachlosen. eis. sonne. glücklich.
gingerbox - 28. Aug, 18:26
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