gingerbox - 4. Feb, 23:38
deine rezension liest sich mitnichten wie ein verriss. deine frage nach dem "sein" bzw. dem selbstzweckischen der bilderfülle ist die kernfrage. das buch stellt die lächerlichkeit der erkenntnisbemühungen ja gerade aus, in den personen der verknarzten alten herren. - deshalb müsste man "ohrenberg" auch mit kehlmanns "vermessung der welt" zusammenlesen (schön weiteratmen bitte). - 2006 einen "barockroman" zu schreiben, ist lächerlich, ist ein nackter alter mann in einer kalten badewanne, ist ebenso unzeitgemäß und im wortsinn unverständlich wie ohrenbergs phallischer sendeturm in der einöde. das ganze buch sagt: "so etwas wie ich ist sinnlos." solche demutsgesten ziehen bei mir.
assotsiationsklimbim - 5. Feb, 11:35
also zu kehlmann sage ich mal lieber nichts, ansonsten stimme ich zu.