Sonntag, 28. August 2005

wann ist ein mann ein mann?

zu diesem ewigen menschheitsthema eine durchaus interessante meinung aus dem 13. jahrhundert:

Wenn ein Held in fünf Ländern den höchsten Preis erränge, wenn er in vollkommener körperlicher Schönheit gestaltet wäre, wenn er aufrichtig, freigiebig und bedacht in seinen Worten wäre, wenn er schreiben, lesen, dichten und die Fiedel spielen könnte, außerdem pirschen, jagen, parieren und auf ein Ziel treffen könnte und wenn er in jeder Beziehung mit den Waffen umgehen könnte; wenn er die schwarzen Bücher verstünde und die Kunst der Grammatik beherrschte und wenn sein Verstand geschult wäre zur Musik und zum Singen aller Estampien; wenn er den Wurfstein um zwölf Fuß weiterwerfen könnte als alle seine Genossen, und wenn er imstande wäre, einen wilden Bären zu erlegen; wenn alle Damen ihm ihren Gruß auf höchst huldvolle Weise zuteilwerden ließen und wenn er den Schatz der Sieben freien Künste besäße und singen und sagen könnte – das alles würde ihm gar nichts einbringen, besäße er nicht auch Geld.

stupor mundi. das staunen der welt

himmel_sw

ich bin noch gar nicht richtig wieder da und kann noch gar nicht richtig meine geschichten erzählen. weiß noch gar nicht, wo ich anfangen soll und welcher ton jetzt herauskommt. war gar nicht so schlecht, eine woche vom computer weg zu sein, und hab es doch zum schluss schon vermisst. hab nicht einmal viel notiert, nur:

das make-up der mädchen hat sicher zwei stunden gedauert. jetzt sitzen sie in einem garten vor einer garage. der stolz der verlobten. die vielen hautfarben, haarfarben, größen der leute. die enge. das elend der rigiden moral. 12 kinder. eine arme gegend, zu geld gekommen. der IC hat drei waggons, zwei davon laut aufschrift „1. klasse“, aber das stimmt natürlich nicht. das nervöse herumzappeln der burschen, der hormonstau. das zimmer-suchen in bari. der hilfsbereite portier. die polen. die busfahrer. das lächeln, das nicht anzüglich ist. die sonne, die sonne, die sonne! das meer, das meer, das meer! wie gut ich reisen kann, das macht mich stolz und sicher. dass ich mir nicht das teure zimmer habe andrehen lassen. die kinder, die mopeds, der krach. feigen essen. es riecht nach hausbrand und staub, nach süßem brot und zweitakt-motoren. süden. soviel zeit haben, den sex. fantasien nachzuhängen, dass sogar die fad werden. friedrich II. das kastell in bari, schlucken müssen. glücklich sein. aloe wächst wie unkraut neben den gleisen. der verdammte rucksack. die hilfsbereitschaft der leute. die alten sitzen hinter der tür im kühlen vorhaus oder auf der straße. der partido communista mit dem katholischen plakat in der auslage. höre ich nitschewo? russen hier? ich stinke. die hose ist dreckig. karten schreiben. keine obdachlosen. eis. sonne. glücklich.

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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