sprachkritik per gänsehaut
während die leute in steyr und anderswo schon wieder sandsäcke schleppen, damit ihnen die sofas im kommenden hochwasser nicht davonschwimmen, schläfert mich der anhaltende regen friedlich ein, bis dann in den nachrichten wieder x-mal eines meiner wenigen ekelworte verwendet wird, so dass es mir alles zusammenzieht und mich die gänsehaut aus dem zimmer treibt: es müssen strenge götter gewesen sein, die den pegelstand erfunden haben – ein wort, das das schön chaotische des über-die-ufer-tretens der natur mit einem schon extrem phallisch klingenden vokabel zurück in die skala stopft und mir die gurgel zuschnürt.
eigentlich wollte ich mir meine abneigung gern mit der häufigen wiederholung eines wortes erklären, für das nur die willigsten journalisten sich umschreibungen mühsam aus den fingern saugen. pegelstand, pegelstand, pegelstand, herrgott! leider erlaubte mein unterbewusstsein diese ausflucht nicht, denn als ich im duden nachgeschlagen habe, stand in der etymologie:
Pe|gel, der; -s, - [aus dem Niederd. < mniederd. pegel = Eichstrich]
und aus dem völlig logischen, sinnvollen und einleuchtenden Eichstrich beim lesen einen was auch immer bedeuten sollenden Eistich zu machen und es auch beim zweiten lesen nicht anders erkennen zu können, mich noch zu fragen, eistich, das klingt wie ein essen, wie eintropfsuppe oder so, was hat denn das damit zu tun?, das scheint mir doch ein zarter hinweis aufeinen mords-pascher eine interessante, gleichwohl weit verbreitete psychostruktur zu sein.
eigentlich wollte ich mir meine abneigung gern mit der häufigen wiederholung eines wortes erklären, für das nur die willigsten journalisten sich umschreibungen mühsam aus den fingern saugen. pegelstand, pegelstand, pegelstand, herrgott! leider erlaubte mein unterbewusstsein diese ausflucht nicht, denn als ich im duden nachgeschlagen habe, stand in der etymologie:
Pe|gel, der; -s, - [aus dem Niederd. < mniederd. pegel = Eichstrich]
und aus dem völlig logischen, sinnvollen und einleuchtenden Eichstrich beim lesen einen was auch immer bedeuten sollenden Eistich zu machen und es auch beim zweiten lesen nicht anders erkennen zu können, mich noch zu fragen, eistich, das klingt wie ein essen, wie eintropfsuppe oder so, was hat denn das damit zu tun?, das scheint mir doch ein zarter hinweis auf
gingerbox - 11. Jul, 20:30
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks