erbauliches zum sonntag abend

„Die Männer sind so furchtbar schwach!“
„Die Frauen sind wie Männer!“
Sie treffen sich bei Sonnenschein
und trennen sich im Jänner.
Im Februar tun sie noch groß.
Die Frauen essen Schoko.
Die Männer geh'n ins Stammlokal
to live la vida loco.
Im März sind sie schon etwas blass,
doch immer noch am Hoffen.
Elvira stutzt den Farn zurecht
und Werner bleibt besoffen.
Viel Regen bringt dann der April.
Man wagt sich in die Sauna
und fragt, was das bedeuten will:
„Heit resaviert füa Mauna.“
Der Mai zieht grausam durch das Land,
die Sonne schlägt sich Schneisen.
Die Alten stell'n die Patschen auf,
die Jungen planen Reisen.
Im Juni sieht man Paare steh'n.
Man legt die Stirn in Falten.
Wenn Hübsches um die Ecke biegt,
dann lächelt man verhalten.
Und taucht so drüber bis August.
(Im Juli macht man Ferien.)
Man schlägt die Faust sich vor die Brust
und schaut am Abend Serien.
September heißt dann Schulanfang:
viel junge fesche Eltern.
Man selbst bleibt lieber ohne Kind:
Was man verspricht, das hält man.
Der Herbst kommt langsam in die Stadt,
denn es ist schon Oktober.
Man zeigt, was man zu bieten hat,
und redet viel Zinnober.
Am Friedhof pflanzt man Erika
wenn eintrifft der November.
Und schwupps, schon endet dieses Jahr
am Letzten vom Dezember.
So läuft die Zeit im Sauseschritt,
Ihr lieben Mäd- und Bübchen.
Doch grämt euch nicht zu sehr deshalb
und zwickt dem Leben Grübchen.
gingerbox - 5. Jun, 20:11
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