Montag, 30. Mai 2005

ach, der sommer

sonntags mit der famosen frau szabo an der alten donau, in einem der siebzehntausend und vier bäder, die dort eingerichtet sind, und mitten auf der wiese zwischen der einen kassa und dem, was frau szabo dort drüben sind wenig leute nennt, liegt die affäre oder besser: die eskapade, wie wiederum herr ballhausen gerne sagt, von weihnachten, natürlich ohne handtuch wg. männlich gleich aufs gras hingeknallt und, vollends schockierend, noch immer mit beinen von hier bis hainburg. erkannt hab ich ihn aber an der süddeutschen zeitung, die er damals schon im abo hatte und auch hier wie vorher sehr ernsthaft und konzentriert (man kann es schon fast nicht lesen nennen) inhalierte:

ah, da liest wer zeitung.
was mag das für eine zeitung sein?
mal reinspechtln. schriften? layout? die zeit?
aha, süddeutsche.

und im weitergehen noch denken: „süddeutsche.“ und denken: „lang und dünn und helle haut.“ und die steinchen fallen an ihre plätze, mich noch umdrehen und jetzt sicher wiedererkennen und grade noch das winken vermeiden und gottseidank denken können: „der hut, den er aufhat, sieht auch nicht besser aus als meiner.“ und lachen können. und weitergehen können; weil gottseidank dreißig.

am nächsten tag dann trotzdem und grade deswegen die alten emails lesen und merken, wie schön das war, dass der (immer schon) schreiben konnte: dass in der sprache schon sichtbar war, was in dem kerl drinnensteckt und wohin der noch gelangen könnte. sich in jemanden verlieben, weil man sein potenzial sieht: das geht hetero garnicht, gendermäßig. schon im reden war ich ihm, damals, zu unweiblich: du redest wie ein mann – himmelherrgott, und einem die vielen ebenen des redens erklären müssen, das ging auch nicht.

lange passagen besoffenen vor-mich-hin-spintisierens.

aber zum thema schreiben können: grade sinds vanessaundchrissie und karinundgünter, von denen ich gern mehr lesen würde. und vom herrn thomas natürlich. die sprache bekommt ihr eigenes recht.

soviel bis hierher.

klappentextschreiber

aus einem aktuellen verlagskatalog stammt der gelungene untertitel Judenretter im Dreiländereck während des Zweiten Weltkriegs. da bleibt keine frage offen. außer vielleicht, ob das schöne wort „judenretter“ nicht nach dem muster „kinderverzahrer“, „leichenschänder“ und „frauenversteher“ gebildet ist.

oder fällt mir nur nichts positives ein, das grammatikalisch gleich gebaut wäre?

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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