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... aus der steckdose

Sonntag, 21. Juni 2009

zensursula und die piraten

was mich bei der ganzen debatte um das neue internet-überwachungsgesetz in deutschland so wundert, ist die tatsache, dass die verbindung zum urheberrecht so selten gezogen wird. ich meine, lieber gott, die "zensur" welcher seiten droht denn? linke wie rechte ränder der politischen aktion werden ohnehin beobachtet, schon jetzt, davon würde ich ausgehen. dass es immer wieder beamte geben wird, die ihnen politisch nicht genehme seiten auf die sperrliste setzen, wird wohl auch passieren, aber ich glaube, dass das einzelfälle bleiben werden - so unangenehm und bedrohlich die für die einzelnen betroffenen auch sein mögen, und so inakzeptabel das für einen rechtsstaat auch ist.
was die regierungen eigentlich wissen wollen, ist aber etwas anderes: wer kopiert urheberrechtlich geschütztes material? die österreichischen zeitungsverlage haben jetzt in dankenswerter offenheit angemeldet, dass sie IP-adressen sehen wollen. zensur ist das nicht, aber sorgen sollte man sich trotzdem machen, meine ich.

dazu passt, was meine schwester - freie musikerin von beruf - über die deutsche verwertungsgesellschaft gema erzählt hat. der brechen, wie der gesamten musikindustrie, die einnahmen weg, darum will sie jetzt die gema-abgabe für veranstalter um 600 prozent erhöhen - eine abgabe, die übrigens auch fällig wird, wenn meine schwester bei ihrem auftritt ausschließlich ihre eigenen kompositionen spielt. eine so hohe abgabe runiert, wie man sich vorstellen kann, die vielen kleinen veranstalter, die freien musikerInnen das überleben erst möglich machen (online-petition dagegen hier).

dass ich als angestellte redakteurin meinem verlag alle rechte an meinen texten für jede weitere nutzung vollständig abtrete, versteht sich in dem kontext fast von selbst.

Freitag, 27. Februar 2009

zwitsch

un-followen.

Donnerstag, 22. Mai 2008

zwischenbilanz

das gejammer der kulturbetriebsbonzen über den niedergang der lesekultur, über das verschwinden des buches und den damit verbundenen untergang des abendlandes geht mir lang und eigentlich immer schon auf die nerven, vor allem wegen seiner verlogenheit. so wie die da sitzen, präsentieren sie sich immer als genau solche, die das lesen ohnehin nicht brauchen und es bestenfalls (bestenfalls!) sportlich angehen, als intellektuelle arbeit, die das denken schult, zumeist aber nur als mittel zum distinktionsgewinn und ausweis der tatsache, dass man noch immer genug zeit und nerv und muße habe, sich am abend oder gar unter tags hinzuhocken und sich zu konzentrieren, während der mob sich mit trash-tv ruhig stellt.

lesen war aber immer was für die schwachen und scheuen, für die, die mit dem leben nicht so zurecht gekommen sind, wie es verlangt wurde, für kinder, die mehr gespürt haben und vorsichtiger waren als die anderen und die damit irgendwo hin mussten. was wäre passiert, wenn dieses kind die möglichkeit gehabt hätte, den weg in die bücher zu wählen?

ich selber würde gern was lesen über die 90er-jahre, als alles science fiction war und die neugier aufeinander groß und alles in bewegung. und wie all das wieder verschwunden ist. ich denke an die popkultur-boys und an judith hermann, ihre wütenden oder melancholischen abgesänge auf die uneindeutigkeit und das verschwimmen, wir wussten vielleicht zu viel damals. all is full of love.

Sonntag, 17. Februar 2008

(aufgew.)

(danke für alles.)

Sonntag, 25. November 2007

tv

das fernsehen in seinem sozialporno-pseudoberatungsformat (supernanny, du bist was du isst, frauentausch, hausputz etc.) erfüllt einen bildungsauftrag und erfüllt ihn gleichzeitig natürlich nicht. man kann auf ATV nicht lernen, wie man sich gesund ernährt, weil man nichts über selbstdisziplin lernt, nichts vom sich-organisieren und nichts vom warten - drei fähigkeiten, die diese formate beim zuseher zerstören. aber die, die im ersten einstieg in die kamera sagen "ich wusste einfach nicht mehr weiter", erkennen zumindest, dass ihnen kompetenzen fehlen, um ihr leben zu meistern. dass sie sich ans fernsehen wenden, weil ihnen sonst offenbar niemand einfällt, der ihnen weiterhelfen könnte, ist bitter. das fernsehen ist eine institution für diese menschen. manche lassen sich vom fernsehen auch das eigene haus inklusive küchengeräten fertigbauen, das finde ich gut, für den geldwert kann man gern ein paar tränchen vor der kamera zerdrücken. (weiterdenken)

Montag, 8. Oktober 2007

to-do-liste

drucker
schreibtischlampe
figur sanieren

klüger werden
fleißiger werden
schneller werden

vorhänge
geld
verdauung

überhaupt: leben planen bis zum sarg (hehe)

Samstag, 15. September 2007

neue liebe

sonnenschein

klar, dass die krankenkasse das nicht zahlt. ist ja irgendwie bio und öko und nicht pharma - aber nach einer stunde mit meiner neuen lieblingsdroge macht mir auch das nichts mehr aus. so erledigt, dass einem der besuch beim mobilfunkbetreiber die tränen in die augen treibt? der deutsche herbst im fernsehen, oh gott? die ganze wohnung verdreckt, weil man keine kraft zum aufräumen hat? alles kein problem, sie macht alles wieder gut.

dieser winter wird strahlend. willkommen zurück im leben.

Samstag, 30. Juni 2007

was auch nervt:

dieses kapitulieren-gedöns von wirklich wahr: tokotronique jeden freien tag auf dem einen von den zwei hörbaren radiosendern in die ohren gewürgt zu bekommen. muss ich immer gleich abdrehen. schrecklich.

Montag, 7. Mai 2007

oh manno, espeöh

norbert darabos. guter mann, das. spö-kriegsminister, ehemals strippenzieher im hintergrund, jetzt an vorderster front in der ersten reihe und gar nicht gespindoctort, dafür verwickelt in einen poker, bei dem er als schnapser die besseren karten hat, während der gegner, in dem fall eurofighter-eads, das zeitfenster verwässern will.

die övp, nicht faul, meint gleich, man sei doch nicht an einem burgenländischen wirtshaustisch, und ich wette meinen arsch und alles andere, dass sie das nicht gesagt hätten, wäre er nicht burgenland-kroate.

Montag, 11. September 2006

nataschaspace

reserviert für kampusch, via pony.exe

liquid center

fließende inhalte in starren formen

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